· 

"Schwäbische" im heimischen Bad

IMMENSTADT. Erstmals seit 2008 richtete die Schwimmabteilung des TV 1860 Immenstadt wieder eine Bezirksmeisterschaft aus. Das Orga -Team war bestens gerüstet um diese anspruchsvolle Veranstaltung möglichst perfekt durchzuführen: Von der Verpflegung des Kampfgerichts über den errechneten Zeitplan bis hin zur raschen und würdigen Durchführung der Siegerehrungen war im Vorfeld viel Zeit und Arbeit investiert worden, die sich während der Veranstaltung dann auch auszahlte. Die Gäste – 340 Schwimmer aus 23 Vereinen samt Betreuer und Kampfrichter – zeigten sich sehr zufrieden und bescheinigten den Städtlern, dass sie das „Wettkampf – Ausrichten“ können. Wolfgang Baiter, Schwimmwart des Bezirks Schwaben, erklärte am Ende der Veranstaltung, Immenstadt habe ein „Rundum – Sorglos – Paket“ geliefert.
Doch nicht nur die Organisation lief rund. Auch schwimmerisch zeigten die TVIler tolle Leistungen. Die meisten von ihnen freuten sich über den Heimvorteil, kennen doch alle „ihr Becken“, „ihre Startblöcke“ und praktisch jede Kachel am Beckenboden.
Insgesamt schöpfte die 31- köpfige Heim – Mannschaft bei 183 Starts 62 Titel, 37 Vizemeisterschaften und 21 Bronzemedaillen aus dem Becken des Immenstädter Hallenbads. Dazu purzelten acht Vereinsrekorde und sogar zwei schwäbische Altersklassenrekorde.
Die beiden erfolgreichsten TVI – Starter waren Amelie Müller und Oleh Zelenskyi (beide Jahrgang 2012). Beide erkämpften sich in der Jahrgangswertung jeweils acht schwäbische Titel und eine Silbermedaille. 
Amelie schwamm in den Einzelstarts sieben persönliche Bestzeiten; davon auch zwei Vereinsrekorde: über 100 m Lagen knackte sie die 1:10 – Marke und schlug in 1:09,31 an. Auch über 200m Brust stellte sie einen neuen Vereinsrekord auf. Über 100 m Brust wollte es zwar mit der Bestzeit nicht klappen. Allerdings war die 13-Jährige mit 1:16,45 die insgesamt schnellste Brustschwimmerin der Veranstaltung.
Oleh schlug sogar achtmal mit Bestleistung an. Zweimal schwamm er dabei Vereinsrekord (100 und 200m Lagen). Außerdem stellte er auch zwei neue schwäbische  Altersklassenrekorde auf: Über 100 m Lagen in 1:02,91 unterbot er den Rekord für 14- Jährige von Robin Lienhart (1:03,54) vom SV Augsburg aus dem Januar 2020. Über 200 m Rücken (2:18,19) verbesserte Oleh den von Sebastian Reuter (damals SG Sonthofen – Burgberg) am 19.04.1997 aufgestellten Rekord um 16 Hundertstel.
Nur einem einzigen Schwimmer des Jahrgangs 2012 gelang es, Zelenskyi zu schlagen: Das war Mannschaftskamerad Martin Bergmann, der sich über 200 m Brust in 2:43,28 den Titel vor Oleh (2:44,43) schnappte. Auch über 100 m Brust hieß der schwäbische Jahrgangsmeister Martin Bergmann.
Jeweils sieben Mal erfolgreich waren Sigrid Leistner in der Altersklasse 50 und Stephan Linder in der AK 40. Vater Bernd Seidl (AK 55)  und Tochter Ella (Jahrgang 2010) sicherten sich je fünfmal den Sieg in ihrer Wertungsklasse. Jakob Schneider behauptete sich viermal gegen seine Konkurrenten im 2009er Jahrgang; auch über die ungeliebten 200 m Schmetterling, die er in 2:25,98 in persönlicher Bestleistung beendete.
Je dreimal Gold erkämpften sich Yehor Tomiev im Jahrgang 2011 über 100 m Lagen, 200 m Schmetterling und 100 m Rücken sowie André Goetz in der AK 50 über 50 und 200 m Brust sowie 200 m Freistil. Dreimal schwäbischer Meister der Altersklasse 25 wurde auch Marcus Joas, der neben seinen schwimmerischen Einsätzen auch einer der Hauptorganisatoren der Veranstaltung war. Zu diesen Organisatoren gehörte auch Christine Zähringer, die „nebenbei“ ebenfalls ins Wasser sprang und sich über je 50 m Schmetterling und Freistil in der AK 45 die Titel erschwamm. In der AK 65 zweimal siegreich war außerdem Rolf Arnold über 100 m Lagen und 50 m Brust.
Bei der Titeljagd je einmal Erster wurden zudem Alessio Bibbo (2014, 200 m Schmetterling), Pia Weyermann (2014, 200 m Rücken) und Simon Joas (AK 20, 200 m Freistil), der ebenfalls mit organisatorischen Aufgaben eingebunden war.
Silber und Bronze erkämpften sich neben den bereits genannten Siegern Armin Wetzel (AK 20), Roman Zähringer (2013), Jaroslav Nesterenko (2012), Sarah Schrätzlmayer (AK 20), Leni Schaller (2013), Noah Schmölz, Tabea Zähringer (beide 2015) und Mandy Götzberger (AK 45), die erstmals für den TVI an den Start ging. Für Leilana Müller (2017), die an diesem Wochenende die jüngste der Immenstädter Schwimmerinnen war und ihre ersten Bezirksmeisterschaften bestritt, gab es auf Anhieb je einmal Silber und Bronze. Mit zu den jüngsten TVI-Startern gehörte auch Oliver Kalman (2016), der je zweimal Zweiter und Dritter wurde und sich bereits über vier Distanzen für die Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften im Juli qualifizieren konnte.
Jeweils schwäbische Vizemeister wurden auch die Staffeln über 4x50 m Freistil männlich sowie die mixed- Staffeln über 4x50 m Lagen und 4x50 m Freistil. Die mixed-Staffeln, in denen jeweils Ella Seidl, Amelie Müller, Jakob Schneider und Oleh Zelenskyi zum Quartett gehörten, schwammen in beiden Staffeln auch jeweils einen neuen Clubrekord ( Lagen 2:01,58, Freistil 1:50,14)  - und das, obwohl der derzeit schnellste TVI – Sprinter Jonas Schneider nicht vor Ort war, sondern an diesem Wochenende in Berlin bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften für Menschen mit Behinderung startete.
Zwar keine Stockerlplätze, aber neue Vereinsrekorde erschwammen auch die Damenstaffeln über 4x50 m Lagen (2:15,83) und 4x50 m Freistil (2:01,41) mit Lisanne Hoffmann, A. Müller, E. Seidl und P. Weyermann.
Weitere Top-Ten-Platzierungen in den Jahrgangwertungen und deutliche Verbesserungen der persönlichen Bestzeiten durch Theresa Meßmang (2012), Maximilian (2014) und Lisanne Hoffmann (2009) sowie Noel Schmölz (2017) rundeten die erfolgreiche Veranstaltung ab. (jo.)

Folgt uns auch auf Instagram:  @tvi.schwimmer

TV 1860 Immenstadt

- Schwimmen -

Unsere Wettkämpfe: