Wieder Deutscher Rekord für Johannes Weinberg

Immenstadt. Ein toller Abschluss des Jahres 2016 gelang Johannes Weinberg: Er war der Berufung in die deutsche Jugendauswahl zur Weihnachtsgala in Braunschweig gefolgt. Damit war der 14-jährige blinde Schwimmer des TV 1860 Immenstadt erstmals ohne die vertraute Betreuung durch seine Trainer, Mannschaftskameraden und Familienmitglieder unterwegs. Stattdessen waren der Jugendbeauftagte der Behindertenschwimmer, Lukas Niedenzu und die Bundestrainerin Ute Schinkitz für ihre Schützlinge zuständig.

Zwar lief der Wettkampf für Weinberg nicht zu einhundert Prozent gut. So wurde er über 100 Meter Brust disqualifiziert, weil er nach einem missglückten Startsprung auf der falschen Bahn auftauchte. Es gelang ihm jedoch seine Premiere über 50 Meter Rücken und über 50 m Brust, 50 m Schmetterling und 200 m Freistil schwamm er jedes Mal persönliche Bestleistung. Das Highlight setzte Johannes jedoch über 200 m Brust: In 3:22,59 schwamm er zum Jahresabschluss nochmals einen deutschen Rekord bei den blinden Schwimmern und brachte damit die gesamte Schwimmhalle zum Klatschen. (jo.).

 

 Bild: Johannes Weinberg in der Vorbereitung mit Bundestrainerin Ute Schinkitz


TVI-Starter schnell unterwegs im Regensburger Westbad

Immenstadt. Beim letzten Wettkampf des Jahres 2016 gab ein siebenköpfiges Team des TV 1860 Immenstadt beim Internationalen Ratisbona- Cup in Regensburg nochmals alles. Über 600 Teilnehmer absolvierten an drei langen Wettkampftagen 3761 Starts. Da Schwimmer aus sechs Nationen, nämlich Deutschland, Ungarn, Rumänien, Österreich, Kroatien und Tschechien am Start waren, lautete das Startkommando nicht „Auf die Plätze“, sondern „Take your marks!“. Die Städtler, die insgesamt 56mal ins Wasser sprangen, erschwammen 39 persönliche Bestzeiten und wurden trotz des hochklassigen Teilnehmerfeldes sieben Mal zur Siegerehrung gerufen und holten dort eine Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen ab.

Erstmals in Regensburg am Start war Emily Lipovsky, die bei acht Starts acht persönliche Bestzeiten schwamm. Außerdem landete sie im Jahrgang 2004 auf Anhieb als Zehnte über 800m Freistil eine Top-Ten-Platzierung. Sieben Mal Bestzeit schaffte Luca Sautter. Er konnte sich im Jahrgang 2005 sogar sieben Mal unter die schnellsten Zehn schieben. Ebenfalls eine makellose Bilanz konnte Lara Lipovsky vorweisen und zeigte bei jedem ihrer acht Starts persönliche Bestleistung. Über 400m Freistil schaffte sie im Jahrgang 2001 außerdem ebenfalls eine Top-Ten-Platzierung. Schnell unterwegs war auch Jonas Heid, der obwohl er gesundheitlich etwas angeschlagen war, fünfmal Bestzeit ablieferte.

Aufs Siegerpodest schaffte es Simon Joas im Jahrgang 2002: Über 1500m Freistil holte er sich in 18:12,33 die Silbermedaille. Über 400m Lagen verpasste er als Vierter das Siegerpodest nur knapp und auch über 400m Freistil als Fünfter fehlte nicht viel zu Bronze. Eine hervorragende Bestleistung zeigte Simon außerdem über 200m Rücken, wo er Sechster wurde: Er schwamm zusammen mit seinem Bruder Marcus im gleichen Lauf. Simons Zeit von 2:28,08 wäre sein erster Vereinsrekord gewesen, wenn nicht Marcus gleichzeitig 2:27,42 geschwommen wäre und den Vereinsrekord für sich verbuchen konnte. Marcus Joas (Jg. 1999), der in Regensburg bereits bei den Herren (Wertung Jg. 1999 und älter) mitschwimmen musste, führte sich dort hervorragend ein: Er startete mit Bronze über 1500m Freistil. Bei seinem zweiten Start „schwemmte“ er völlig unerwartet die Konkurrenz zur Seite und gewann über 200m Schmetterling sogar die Goldmedaille. Dieser ließ er noch eine Bronzemedaille über 200m Freistil sowie jeweils Silber über 400m Freistil und 400m Lagen folgen. Bei der Siegerehrung über 400m Lagen stand zusammen mit Marcus außerdem noch sein Mannschaftskamerad Lukas Stöss auf dem Treppchen, der hier Bronze gewann. Lukas schaffte es bei den Herren außerdem über 100m Rücken als Siebter und über 200m Rücken als Neunter noch zweimal unter die Top-Ten. (jo.)

 


"Küken" des TV Immenstadt sind top

IMMENSTADT. Bei der 25. Auflage des „Kükenschwimmens“ in Kaufbeuren, wo alle Nachwuchsschwimmer der Jahrgänge 2007 und jünger startberechtigt waren, schickte der TV 1860 Immenstadt 17 „Küken“ ins Rennen, die dort durch die Bank hervorragende Leistungen zeigten. Zu bewältigen galt es einen Fünfkampf bestehend aus je 25 Meter Rücken, Brust, Kraul und Kraulbeine sowie einem Start-Gleit-Weitsprung. Medaillen wurden für die Rücken-, Brust- und Krauldistanz verliehen, wobei in den enorm großen Jahrgangsfeldern – wie bei den „Großen“- manchmal nur Hundertstelsekunden über die Platzierung entschieden. Wer in seinem Jahrgang den besten Fünfkampf bestritt, wurde schließlich noch mit dem Kükenpokal ausgezeichnet.

Von den 17 TVI-Küken erreichten 13 Plätze auf dem Siegerpodest und am Ende konnten sich die Städtler auch noch über drei Pokale freuen: So waren die Buben der Jahrgänge 2007 bis 2009 praktisch unschlagbar. Im Jahrgang 2009 gewann Jakob Schneider, der auch der schnellste Kraulschwimmer bei den 7-jährigen war, die schnellste Beine-Bahn durchkämpfte und den weitesten Sprung absolvierte, zusammen mit zwei fünften Rängen über je 25 m Brust und Rücken den ersten Pokal für den TVI.

Den zweiten Küken-Pokal erschwamm sich im Jahrgang 2008 Roman Bergmann, der in allen Disziplinen ungeschlagen blieb und somit unangefochten das beste 8-jährige „Küken“ war. Jonas Schneider holte sich im Jahrgang 2007 zunächst Bronze über 25 m Rücken. Dann absolvierte er den weitesten Sprung, erreichte nochmals Bronze über 25 m Kraul und entschied dann als jeweils Schnellster beim Beine- und beim Brustschwimmen den Pokalsieg für sich. Ein Top-Rennen zeigte zum Schluss der Veranstaltung auch noch die 6x25 m Freistil-Staffel mixed in der Besetzung Ronja Goetz, Roman Bergmann, Andreia Matos, Felix Kauper, Anastasia Günther und Jonas Schneider: Hinter dem gastgebenden Team Buron Kaufbeuren gewann die TVI-Staffel Silber. Aufs Treppchen schwammen außerdem im Jahrgang 2011 Josi Hollerweger (Gold über 25 m Rücken und Brust) und im Jahrgang 2010 Ella Seidl (Silber über 25 m Rücken) und Anna Horn (Bronze über 25m Brust). Im Jahrgang 2009 sicherte sich Lukas Horn Silber über 25 m Rücken und Lisanne Hoffmann wurde Dritte über 25 m Brust. Luis Möller sprintete im Jahrgang 2008 über die Bruststrecke zur Silber- und über die Kraulbahn zur Bronzemedaille. Felix Kauper sicherte sich außerdem im Jahrgang 2007 Bronze über 25 m Brust. Auf die Urkundenränge schwammen zudem Jonas Hollerweger, Emma Müller, Theresa Militzer und Angelina Keist. (jo.).

 

 


TVI-Schwimmer schnell auf langen Strecken

IMMENSTADT. Nicht wegzudenken sind die Schwimmer des TV 1860 Immenstadt im Bezirk Schwaben bei den jährlichen Langstreckenmeisterschaften. Von jung bis alt – in allen Alterskategorien sind die Städtler auf vorderen Plätzen mit dabei. Bei den Schwäbischen Meisterschaften über die „Langen Strecken“ in Nördlingen erschwammen die elf TVI-Athleten bei zwanzig Starts fünf Titel, fünf Vizemeisterschaften und vier Bronzeränge.

Erstmals für eine Bezirks-Langstreckenmeisterschaft qualifiziert hatten sich Emily Lipovsky (Jahrgang 2004), Kai Kennerknecht (2005) und Selina Hoffmann (2006), die alle drei auf Anhieb Top-Ten-Platzierungen erschwammen. Erste Langstrecken-Erfahrungen sammelte auch Lucius Wohlfahrt, der sich im jüngsten teilnahmeberechtigten Jahrgang 2006 jeweils die Bronzemedaille über 1500 m Freistil und 400 m Lagen holte.

Gold in seiner Altersklasse gewann Joe Seltmann über 1500 m Freistil.

Ebenfalls Gold verdiente sich Birgit Joas bei den Damen über 800 m Freistil in 11:47,26. Luca Sautter schaffte es, seine beiden Einsätze über die Freistil- und die Lagenstrecke im Jahrgang 2005 zu „versilbern“. Über 1500 m Freistil verbesserte er dabei seine persönliche Bestzeit um über zwei Minuten.

Zwei Top-Bestleistungen schwamm auch Simon Joas. Er glänzte über 1500 m Freistil mit einer Zeit von 17:49,75. Diese Leistung bedeutete für den 14-jährigen TVI-Starter unter allen 60 1500-Meter-Schwimmern schon Rang sechs. Im Jahrgang 2002 wurde er mit dieser Zeit schwäbischer Vize-Jahrgangsmeister – ebenso wie über 400 m Lagen, die er in 5:11,38 zurücklegte. Für seinen Bruder Marcus, der etwas angeschlagen war, lief der Wettkampf nicht nach Wunsch. Er holte sich jedoch im Jahrgang 1999 über 400 m Lagen Bronze und über 1500 m Freistil in 17:13,73 Silber, was in der offenen Wertung Platz vier bedeutete.

Lukas Stöss sicherte sich sowohl über die Freistil- als auch die Lagendistanz die Goldmedaille, da er jeweils der Schnellste aller Teilnehmer über 20 Jahren war. Schwäbische Jahrgangsmeisterin wurde auch Christin Miller im Jahrgang 2003: Über 800 m Freistil holte sie sich in 10:10,96 den Titel und lag damit 15 Sekunden vor der Vizemeisterin. Über 400 m Lagen gewann Miller noch Bronze.

Für die Bayerischen Langstreckenmeisterschaften im Januar in Regensburg sind Christin Miller sowie Marcus und Simon Joas qualifiziert, die sich darauf in den Weihnachtsferien intensiv vorbereiten werden. (jo.).