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Titel bei Süddeutscher

Immenstadt. Dass Inklusion bei den Schwimmern des TV Immenstadt inzwischen eine Selbstverständlichkeit ist, bewies das neunköpfige Aufgebot, das bei den „Internationalen Offenen Süddeutschen Schwimm-Meisterschaften für Menschen mit und ohne Behinderung“ in Darmstadt an den Start ging. Bei dieser Veranstaltung schwimmen Athleten, die eine Klassifizierung beim Behindertensportverband haben gemeinsam mit „gesunden“ Sportlern. Um eine faire Wertung zu erreichen, werden die erschwommenen Zeiten im Verhältnis zu den bestehenden Weltrekorden in Punkte umgewandelt. Die Nicht-Behinderten werden nach der regulären DSV-Punktetabelle gewertet; die Behinderten erhalten Punkte nach ihrer paralympischen Startklasse. Es gewinnt somit nicht der schnellste Schwimmer, sondern der, der „seinem“ Weltrekord am nächsten kommt. Der TV Immenstadt stellte in Darmstadt das einzige inklusive Team, für das sowohl Sportler mit als auch ohne Behinderung starteten.

 

Die beiden jüngsten TVI-Fische Moana Schöll (Jg. 2011) und Kimi Brückner (Kg. 2010), die beide eine Klassifizierung haben und bereits von der Bundestrainerin Jugend des Deutschen Behindertensportverbandes gesichtet wurden, schwammen eine persönliche Bestleistung nach der anderen und dominierten damit die Jugend E. Moana schwamm bei allen ihren vier Starts zu vier Titeln und Kimi gewann viermal Gold und einmal Bronze.

 

Zwei Titel gab es für Lavinia Schroth (Jugend D), ebenso wie für Jonas Schneider (Jugend C), der jedoch zusätzlich noch zweimal Silber und einmal Bronze erschwamm.

 

Johannes Weinberg sollte in Darmstadt seine Form auf dem Weg zur Europameisterschaft überprüfen und reiste außerdem direkt aus Darmstadt weiter zu einem Weltcupeinsatz in Italien. Dieser wurde jedoch leider aufgrund der vorbeugenden Maßnahmen gegen das Coronavirus abgesagt und Johannes musste unverrichteter Dinge wieder aus Italien zurück fahren. In Darmstadt zeigte er eine makellose Bilanz und gewann alle seine fünf Einsätze in der Herrenklasse. In der offenen Klasse stand er ebenfalls fünfmal auf dem Treppchen, dabei zweimal ganz oben. Das Trainerteam kann nun seinen aktuellen Trainingszustand einschätzen und den weiteren Weg planen.

 

Auch die Starter ohne Behinderung wurden regelmäßig zur Siegerehrung gerufen. So erschwammen sich Felix Kauper, Simon und Marcus Joas zusammen sieben zweite und sechs dritte Plätze in ihren Altersklassen, was für Simon und Marcus auch für jeweils eine Süddeutsche Vizemeisterschaft in der offenen Klasse reichte. Die Staffel über 4x50m Freistil erreichte den zweiten Platz, und die Lagenstaffel konnte der Bilanz noch einen weiteren Süddeutschen Meistertitel hinzufügen. Trainerin Christine Zähringer konnte ihre beiden Einsätze in Titel in der Masterswertung verwandeln und war am Ende des langen Wettkampftages stolz auf ihr Team, das im Medaillenspiegel unter 46 Vereinen auf dem dritten Platz landete.

 

Die Parasportler gewannen außerdem gemeinsam mit ihren TrainingskollegInnen des Bayerischen Landes- und Perspektivkaders die Länderwertung vor dem Team aus Hessen. (jo.)

 

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