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TVI-Starter bei DM im Paraschwimmen

Weinberg im WM-Team

 

Die Schwimmer Jonas Schneider und Johannes Weinberg sowie Christine Zähringer als offizielle Kampfrichterin vertraten die Farben des TV 1860 Immenstadt bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Paraschwimmen in Berlin. 550 Athleten aus über 50 Nationen waren nach Berlin gereist, um bei der „IDM“, die zugleich letzte von sechs Stationen im Weltcup war, die letzte Chance zu nutzen, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Bei dieser Veranstaltung werden in den Vorläufen die internationalen Altersklassen- und Startklassenmeister ermittelt. Nachmittags in den Finalläufen geht es dann um die nationalen und internationalen Gesamtwertungen.

 

Jonas Schneider (Jahrgang 2007), dieses Jahr im jüngeren Jahr der Jugend C, reiste mit dem Ziel an, in Deutschlands „schnellstem Becken“ noch eine Pflichtzeit für die Bayerischen Jahrgangsmeisterschaften zu erreichen. Da durch technische Probleme die Klimaanlage in der riesigen Halle nur auf Sparflamme lief, mussten alle mit tropischen Bedingungen zurechtkommen. Jonas konnte sich hervorragend darauf einstellen und schwamm auf allen seinen acht Strecken persönliche Bestzeit. Dies bedeutete für ihn, dass er in der Jugend C sechsmal Deutscher Vizemeister wurde und einmal auf dem dritten Platz landete. In seiner Startklasse, in der alle Sportler mit ähnlichem Handicap unabhängig vom Alter gewertet wurden, schaffte er auch zweimal den Sprung auf´s Treppchen. Sein Ziel, Zeiten für die „Bayerische“ zu schwimmen, erreichte er sogar über zwei Distanzen (200m und 400m Freistil). Das Highlight war für ihn jedoch, dass er am letzten Wettkampftag als Nachrücker in das internationale Jugendfinale (Jg. 2002 und jünger) rutschte und erstmals bei so einer großen Veranstaltung in einem Finale antreten durfte. In dieser besonderen Atmosphäre hatte er seine Aufregung gut im Griff und konnte sich im Vergleich zum Vorlauf nochmal deutlich steigern.

 

Für Johannes Weinberg ging es darum, sich endgültig in das WM-Team zu schwimmen. Da sein Fokus derzeit auf dem Schulabschluss liegt waren alle auf seine Leistungen gespannt. Auch Johannes startete über acht Strecken. Bereits am ersten Tag blieb er über 100m Brust erneut unter der WM-Norm und steigerte sich im Vergleich zum Weltcup in Glasgow um 2 Sekunden. Über 200m Rücken stellte er einen Deutschen Rekord auf. Im Finale über die 100m Brust wurde er Deutscher Jugendmeister und Vizemeister in der offenen Klasse.

 

Einen weiteren Deutschen Rekord stellte er über 50m Freistil auf, wo er im Finale erstmals unter 31 Sekunden blieb. Über 50m Brust sowie 50 und 100m Rücken erreichte er ebenfalls die Finalläufe. Dass er in diesem Jahr nicht nur in seiner Paradedisziplin, dem Brustschwimmen ins Finale einziehen konnte beweist, dass er immer vielseitiger wird. Insgesamt konnte Johannes acht Medaillen mit nach Hause nehmen.

 

Beide Sportler waren außerdem für das Team Bayern in Staffeln am Start, die sich im Mittelfeld des international gut besetzten Teilnehmerfeldes platzieren konnten. Der nächste Höhepunkt für Johannes wird die Weltmeisterschaft in London sein, für die er inzwischen offiziell nominiert wurde. Vorher geht’s jedoch noch zur Vorbereitung in zwei Trainingslager nach Lanzarote und in die Türkei. Jonas Schneider hingegen war bereits eine Woche nach der IDM schon wieder für das Team Bayern Paraschwimmen im Einsatz. Er startete beim Jugend-Länder-Cup auf dem Rabenberg im Erzgebirge. Er gewann dort auch den Mehrkampf in seiner Altersklasse machte es jedoch spannend. Nach der anstrengenden Woche in Berlin reichten ihm gerade 17 Punkte Vorsprung zum glücklichen Sieg. (jo.)

 

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