57 Medaillenränge für TVI-Starter beim Internationalen Buron-Cup

Immenstadt. Mit 24 Startern zählte das Team des TV 1860 Immenstadt erneut zu den stärksten Mannschaften beim 18. Internationalen Buron-Cup in Kaufbeuren. Die beeindruckende Bilanz der Städtler lautete: Bei 159 Starts wurden insgesamt 57 Stockerlplätze, nämlich 14 Gold-, 22 Silber- und 21 Bronzemedaillen aus dem Becken des Jordan-Badeparks gefischt, die TVI-ler waren in sieben Finalläufen vertreten, gewannen zwei Ehrenpreise und erschwammen 84 persönliche Bestleistungen sowie einen inoffiziellen Weltrekord.

Beim Buron-Cup erfolgte keine Jahrgangswertung, sondern eine Einteilung in Jugendklassen, sodass immer zwei Jahrgänge in eine Wertungskategorie fielen und die Teilnehmerfelder enorm groß ausfielen. Dennoch schafften es Maximilian Schnalzger (Jahrgang 2008) und Selina Hoffmann (2006), sich mehrmals unter die Top-Ten zu schieben. Auch die Nachwuchsschwimmerinnen Antonia Meßmang, Alina Mettler, Sarah Engstler, Hanna und Clara Hindelang (alle Jg. 2009), die allesamt erste Erfahrungen über 100- und 200-Meter-Distanzen sammelten, schafften es alle unter die besten Zehn.

Bronzeplätze erkämpften sich Roman Bergmann (2008, 100m Schmetterling), Vanessa Hoffmann (2003, 200m Brust), Lukas Horn (2009, 50m Brust, 100m Rücken) und auch Johannes Weinberg (2002, 200m Rücken). Weinberg avancierte zum Star der Veranstaltung, da er mit seiner erschwommenen Zeit von 2:54,85 über 200m Rücken seinen eigenen deutschen Blinden-Rekord, den er eine Woche zuvor geschwommen war, nochmals unterbot. Doch damit nicht genug: Johannes egalisierte mit seiner Leistung den bestehenden Blinden-Weltrekord! Dieser konnte jedoch nicht anerkannt werden, da der Kaufbeurer Wettkampf nicht über einen entsprechenden Behinderten-Status verfügt. Allerdings erhielt Johannes dafür in Kaufbeuren eine Sonder-Ehrung.

Zu den „Silber-Fischen“, die zweite – und zum Teil auch dritte – Plätze errangen, gehörten Annika Goetz (2005, 200m Brust), Lisanne Hoffmann (2009, 50m Brust), Anton Käser (50 und 200m Brust, 200m Schmetterling), Felix Kauper (2007, 200m Schmetterling), Luis Möller (2008, 100 und 200m Rücken, 200m Lagen) und Jakob Schneider (2009, 50 und 100m Schmetterling, 50 und 100m Freistil).

Goldplatzierugen sicherten sich schließlich Xaver Käser (2008) über 200m Schmetterling und Simon Joas (2002) über 200m Rücken und Freistil. Marcus Joas, der bei den Herren einmal Silber und dreimal Bronze gewann, bewies einmal mehr seine herausragende Stärke über die längeren Distanzen: Über 400m Freistil ließ er dem kompletten Männerfeld keine Chance und siegte in herausragenden 4:17,51.

Aufhorchen ließ auch Ronja Goetz (2008) mit je einer Goldmedaille über 200m Schmetterling und 50m Freistil. Sie erreichte außerdem über je 50m Schmetterling und Freistil das Kids-Finale der Jahrgänge 2007 – 2010. Im Freistil-Endlauf verdiente sie sich dabei Bronze.

Dreimal Gold in der Jugend D erkämpfte sich Fiona Aichele (2009) über 100m Schmetterling sowie 100 und 200m Rücken. Fiona „testete“ auch die 400m Freistil, für die es nur eine jahrgangsoffene Wertung gab. Das Ziel, die geforderte Pflichtzeit für die bayerischen Jahrgangsmeisterschaften zu erfüllen, gelang auf ganzer Linie, indem die Zehnjährige die Norm um fast 6 Sekunden unterbot.

Die jüngste TVI-Starterin, Ella Seidl (2010) „bestand“ den Buron-Cup mit Bravour. Sie siegte souverän über 50m Schmetterling, 200m Rücken und 200m Freistil. Zusammen mit einer Silbermedaille über 100m Brust und Platz vier über 50m Brust war sie die „Beste der Jüngsten“ und wurde zusätzlich mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Einen hervorragenden Wettkampf bestritt auch Jonas Schneider (2007). Er siegte über 100 und 200m Freistil und sicherte sich Silber über 100m Rücken und 50m Schmetterling. Er sprintete sich am ersten Wettkampftag über 50m Schmetterling ins Finale der Kids (hier Jahrgang 2006 – 2010), das er als Vierter beendete. Am zweiten Tag sicherte er sich einen Finalplatz über 50m Freistil – und dieser Finallauf wurde der „engste“ der Veranstaltung: Der Endlaufsieger schlug in 29,98 Sekunden an. Dahinter gab es zwei zeitgleiche Zweite mit einer Endzeit von 29,99 Sekunden! Dazu gehörte auch Jonas Schneider, der damit der bisher schnellste elfjährige Kraulsprinter in der Geschichte der Schwimmabteilung des TVI ist. (jo.)