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TV Immenstadt weiter in Landesliga

IMMENSTADT. 2017 stiegen die TVI-Schwimmer mit ihrer Herrenmannschaft nach 25 Jahren wieder in die Landesliga auf. 2018 konnten sie ihren Klassenerhalt problemlos sichern. Die Verteidigung des Landesliga-Platzes stand nun beim Landesliga-Entscheid des Deutschen Mannschaftswettbewerbs Schwimmen (DMS) für zwanzig bayerische Mannschaften an den Austragungsorten Bayreuth, Ingolstadt und Augsburg wieder an. Die Städtler aus dem „tiefen Süden“ wurden erneut Augsburg zugewiesen, was in Anbetracht der am Wettkampftag herrschenden Straßenverhältnisse nur gut war.

 

In diesem Jahr stand die Landesliga-Verteidigung unter keinem besonders guten Stern. Schon im Vorfeld war klar, dass André Goetz und Obaida Al Kayali Al Rifaei verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stehen würden. Dann schlug in den Wochen und Tagen davor auch noch die Krankheitswelle mit Erkältungen und Magen-Darm-Infekten gnadenlos zu. Bis unmittelbar vor dem Wettkampf stand nicht eindeutig fest, wer für die Städtler nun zum Einsatz kommen würde, weswegen der knapp zwölfjährige Felix Kauper als Ersatzschwimmer mit in Augsburg dabei war. Vor Ort lief der Wettkampf jedoch problemlos und ein Einsatz von Kauper wurde nicht notwendig.

 

Beim DMS, der bundesweit ausgetragen wird, sind insgesamt 26 Strecken zu belegen. Jeder Schwimmer darf über maximal vier Distanzen an den Start gehen. Birgit Joas und Christine Zähringer schickten acht Schwimmer ins Wasser – alles „Eigengewächse“; keine „Einkäufe“. Die meisten Jungs haben wir mit „groß gezogen“ betont das Trainerteam.

 

Die meisten Punkte für die TVI-Mannschaft erschwamm Marcus Joas. Für seine Einsätze über 200 und 1500 Meter Freistil, 200 m Schmetterling und 400 m Lagen erhielt er 2102 Zähler. Über 200 m Freistil „tastete“ er sich wieder weiter an die 2-Minuten-Grenze heran und schwamm in 2:00,10 wieder einen neuen Vereinsrekord.

 

1880 Punkte für die Immenstädter ersprintete Lukas Stöss, der über 50 und 100 m Freistil, 100 m Schmetterling und 100 m Rücken zum Einsatz kam. Sein Bruder Julian absolvierte das gleiche „knackige“ Programm wie im Vorjahr. Über 100 und 200 m Schmetterling sowie 200 und 400 m Lagen sicherte er den TVIlern 1508 Punkte. Auch Jonas Heid wurde wieder mit vier Einsätzen betraut. Er verhalf seinem Team über 100 und 200 m Brust, 50 m Freistil und 200 m Lagen zu 1321 Zählern.

 

Rodrigo Nebel – im letzten Jahr Ersatzschwimmer – war 2019 der Mann für 400 und 1500 m Freistil und erkämpfte 632 Punkte. Martin Möller, der schon 1989 im Landesligateam stand, war 2019 wieder wichtig als Rückenschwimmer. In Augsburg verhalf er der Mannschaft über die 100 – und 200 Meter-Distanz zu 509 Punkten.

 

Die Küken der Oberallgäuer waren die beiden 16-jährigen Simon Joas und Johannes Weinberg. Simon, der vier Starts bestritt, erschwamm nach seinem Bruder Marcus mit 1958 Zählern (100, 200, 400 m Freistil, 200 m Rücken) die zweithöchste Punktzahl. Erstmals im Landesligateam dabei war der blinde Johannes Weinberg, der hochmotiviert „seinen Einstand“ gab. Dies zeigte sich auch an seinen Schwimmzeiten. Denn über 100 m (1:20,98) und 200 m Brust (2:58,29) legte er zwei grandiose neue deutsche Blindenrekorde ins Wasser und brachte seiner Mannschaft damit 631 Punkte.

 

Im Gesamtklassement erreichten die TVI-Männer 10541 Punkte und bleiben weiterhin in der bayerischen Landesliga. Absteigen müssen der TSV 1860 Rosenheim und das Team Buron Kaufbeuren. (jo.).

 

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